Ortner & Ortner gewinnen Wettbewerb Bürohaus am Petriplatz

 

Im ältesten Teil Berlins, dem auf einer Spreeinsel gelegenen ehemalig Cölln, soll am Petriplatz ein neues, achtgeschossiges Bürohaus errichtet werden. Vor dem Hintergrund, den Petriplatz angelehnt an seine frühere Bedeutung zu einer historischen Begegnungsstätte umzugestalten, entstehen auf dem Gelände nahezu zeitgleich ein Bet- und Lehrhaus, das archäo­logische Zentrum sowie ein Gebäudeensemble um das Hochzeits­haus. Ortner & Ortner Architekten setzten dieses Ziel mit ihrem Entwurf am erfolgreichsten um und überzeugten die Jury: „Eingehend auf die geplante Bebauung und deren Materialität aus Ziegelstein wird die Arkade des Bürohauses zum konstruktiven Tisch, welcher über die Fundamente bürgerlichen Lebens aus vielen Jahrhunderten gestellt wird.“

Ortner & Ortner kreierten einen Baukörper, der sich thematisch in zwei Teile gliedert: Das Erdgeschoss mit Kolonnaden, Geschäften, Gastronomie und archäologischem Fenster steht der öffentlichen Nutzung zur Verfügung. Darauf aufgesetzt befinden sich die in mehrere Einheiten teilbaren Bürobereiche mit einer Fassade aus Betonwerkstein mit sichtbarer Holzschalung. Das Untergeschoss dient als Tiefgarage und beherbergt Technikräume.

Nachdem WINTER Ingenieure Berlin bereits für das das Bet- und Lehrhaus sowie für das archäologische Zentrum Energiekonzepte entwickelt hatten, unterstützten sie Ortner & Ortner bei diesem Wettbewerb. Geplant ist, das Bürohaus  mit Bauteilaktivierung auszustatten, die im Winter die Heizgrundlast abdeckt und im Sommer die Kühllast reduziert. Die zentrale Raumlufttechnik wird als Teilklimaanlage mit hocheffizienter Wärme­rückgewinnung ausgeführt. Die Zuluft wird über Unterflurkonvektoren mittels Co₂-Sensorik volumen­stromgeregelt und zugluftfrei in den Raum eingebracht. Dank der adiabaten Abluftbefeuchtung wird zudem der Kühlenergie­bedarf gesenkt. Für diesen Prozess wird anteilig auf dem Dach gesammeltes Regenwasser genutzt und somit die Ressource Trinkwasser geschont. Kombinierte Photovoltaiksysteme speisen außerdem die gewonnene Energie in den Strom- und Heizkreislauf ein.

Da das Gebäude über raumhohe Fenster verfügt, kann das Tageslicht optimal gelenkt und gleichmäßig im Raum verteilt werden. Durch die hohe Tageslichtnutzung wird der Strombedarf niedrig gehalten. Ein geschützt geführter Sonnenschutz verringert die äußere Kühllast. Die Büroräume erhalten Leuchten mit Präsenzsteuerung und Tageslichtsensorik sowie effiziente LED-Leuchtmittel.

WINTER Ingenieure gratulieren Ortner & Ortner herzlich zu diesem Wettbewerbserfolg und freuen sich auf die Zusammenarbeit bei diesem interessanten Projekt!

 

Weitere Infos unter:

http://ortner-ortner.de/

Rendering: © Ortner & Ortner Architekten

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