Zentrum für Luft- und Raumfahrt (ZLR III) | Wildau

 

Im Einzugsgebiet des Neubau-Flughafens Berlin Brandenburg International (BBI) in Schönefeld und in unmittelbarer Nähe zur Technischen Hochschule Wildau entstand ein Gründungszentrum für Firmen der Luft- und Raumfahrtbranche, das die entsprechende technische Infrastruktur mit direkter Nähe zur Fertigung bietet. Insgesamt umfasst das Zentrum für Luft- und Raumfahrt (ZLR) fünf Werkhallen mit 5.000 m² Grundfläche, 24 Büros auf 4.000 m² sowie eine multifunktionale Versammlungsstätte mit Cateringbereich.

 

 

Technisches Konzept

Das Gebäude ist mit raumweise aufgeteilter Betonkerntemperierung für den Heiz- und Kühlfall aus­gestattet und kann individuell lastgeregelt werden. Alle Einheiten werden bereichsgenau über eigene Zähleinheiten je Medium erfasst und berücksichtigen mögliche Mietbereichsanpassungen. Das Ge­bäude kommt mit geringstem Flächenbedarf für Technikzentralen und Installationen im Raum aus. Es schafft damit zusätzlich vermietbare Fläche. Die Mietbereiche wurden mit einer strukturierten Verkabelung mit Komponenten der Kategorie 6A für erhöhten Bandbreitenbedarf von 10-Gigabit-Ethernet bzw. Telefon und gekühlten Technikräumen u. a. für die Aufstellung von Servertechnik ausgestattet. Die Mietbereiche wurden mit Glasfaserkabelverbindungen, ausgehend vom öffentlichen Straßenland, erschlossen. Diese bieten die notwendigen Bandbreitenreserven für zukünftige Anwendungen.

Die Belüftung der Werkhallen erfolgt maschinell. Diese werden natürlich entraucht und über wartungsfreundliche Rauchansaugsysteme auf Brandentwicklungen überwacht. Die Hallenabschnitte fallen durch ihre Größe in den Geltungsbereich der Industriebau-Richtlinie (IndBauRL).

An die Arbeitsbereiche der Hallen schließen sich Nebenräume mit Umkleide- und Reihenduschanla­gen sowie Mitarbeiter-WCs an. In den Hallen befinden sich zudem 5- und 10-t-Krananlagen, welche mit ihren Lastwendegeräten zur Verladung bzw. Verfahrung inner­halb eines Hallenbereichs dienen. Die Werkhallen sind mit hoher Beleuchtungsstärke (500 bis 1000 lx) ausgestattet und verfügen über Druckluftversorgung, Kälteversorgung, Strahlungsheizung (20 °C), sowie eine strukturierte Verkabelung mit Komponenten der Kategorie 6A.

Im repräsentativen Eingangsbereich des Gebäudes ist eine mehrfach unterteilbare Versammlungsstätte angeordnet, für welche die Winter Ingenieure ein integriertes Bediensystem zur Kontrolle der Bereiche Heizungs- und Lüftungstechnik, Lichttechnik und Medientechnik geplant haben. Der Saal selbst wird per Verdunstungskühlung über die Zuluft klimatisiert.

An den Saal schließt sich der Lounge-Bereich an, dessen Cateringtechnik von den Winter Ingenieuren beplant wurde. Er dient u. a. der Essensversorgung  für die Mitarbeiter des Hauses.

Rendering: ©HENN

Foto: ©WFG

Copyright 2016