Forum Duisburg

 

Im Zentrum Duisburgs, in direkter Nachbarschaft zum Stadttheater, Landgericht und Citypalais entstand am König-Heinrich-Platz das Einkaufs- und Veranstaltungszentrum Forum Duisburg. Mit ca. 120 Shopeinheiten und 50.000 m² Handelsfläche, einer Kita sowie 1200 Parkplätzen ist das Forum eines der größten, in einer deutschen Innenstadt realisierten Projekte dieser Art. Es bietet für alle Sparten des Handels, der Dienstleistung und der Gastronomie die adäquate Umgebung.

Das Forum Duisburg wurde in Prag, im Rahmen des jährlich stattfindenden Kongresses des ICSC (International Council of Shopping Centres), als bestes und nachhaltigstes europäisches Einkaufscenter 2010 gekürt. Für sein umfassend umweltfreundliches Gebäudekonzept wurde es zudem vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit 2010 in München mit dem 2. Platz und für sein Facility-Management-Konzept mit dem „FM-Anwenderpreis 2010“ ausgezeichnet. Als weltweit erstes Einkaufszentrum qualifizierte es sich nach dem renommierten britischen Zertifizierungssystem BREEAM (Building Research Enviromental Assessment Method).

 

Technisches Konzept

Die WINTER Ingenieure haben bei diesem Projekt ein nachhaltiges Energiekonzept erar­beitet, welches den Energieverbrauch im Vergleich zu konventionellen deutschen Shopping­centern um mehr als 25 Prozent reduziert, was mit Hilfe eines Blockheizkraftwerks mit Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung in Verbindung mit einer konsequenten Abwärmenutzung der Abluft erreicht wird. Dadurch wird die Grundlast der Heizungs- und Kälteversorgung gedeckt. Zur Unterstützung und Spitzenlastabdeckung wurden konventionelle Kälte­maschinen mit Schraubenverdichter und ein Fernwärmeanschluss eingesetzt.

Die Teilklimageräte zur Versorgung der Shopbereiche sind mit einer hochwertigen Wärme­rück­­gewinnung und adiabater Kühlung der Abluft ausgerüstet. Damit kann die Luft im Sommer ohne den teuren Betrieb von Kälte-maschinen von 32 °C auf 25 °C gekühlt werden. Nur die restliche Kühlleistung erfolgt durch die Kältemaschinen.

Fotos: © Stefan Müller

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