Ernst-Abbe Zentrum der Technischen Universität Ilmenau

 

Die technische Universität am Ehrenberg im Osten der thüringischen Stadt Ilmenau, deren Geschichte bis ins Jahr 1894 zurückreicht, umfasst fünf Fakultäten aus dem technischen sowie dem natur- und wirtschaftswissenschaftlichen Bereich. Im Jahr 2004 wurde die Universität in die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) aufgenommen. Unterstützt wird die Forschung der TU Ilmenau durch ortsansässige außeruniversitäre Forschungsinstitute wie dem Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie (IDMT oder dem Institut für Mikroelektronik- und Mechatroniksysteme.

Im Auftrag der Ernst-Abbe-Stiftung entstand auf dem Universitätscampus ein zweige­schossiges Forschungsgebäude. Der mäanderförmige Neubau gliedert sich in drei Hauptflügel mit zwei Verbin­dungsbauten und ein gläsernes Foyer. Im Gebäude befinden sich Radionuklid- und Isotopenlabora­torien, physikalische Labore für Nanotechnologie, eine EMV-Zelle, Messräume nach VDI / VDE 2627, funktionell bedingte Sonderräume nach DIN 25425 sowie Seminarräume der Güteklasse 1 und 3.

 

 

Besonderheiten der Technischen Gebäudeausrüstung

Unabdingbar für die nanotechnologischen Labore sind die konstanten Temperatur- und Luftfeuchtig­keits­verhältnisse sowie schwingungsfrei gegründete Fundamente für erschütterungsfreie Messungen. Daher beträgt die Schwankungsbreite der Regelabweichungen in den Räumen +/-0,1K – 0,5K. Die relative Feuchte wird auf +/-10% r. F. geregelt. Die hierzu erforderlichen raumluft­technischen Systeme wurden auf dem Dach sowie teilweise im Untergeschoss untergebracht.

Im Leistungsumfang enthalten war die Planung technischer Ausstattungen wie Augenduschen, Punkt- und Quellabsaugungen, Kühlzellen im Temperaturbereichen bis +8 °C, Abzüge und Sicherheits­schränke in EX-Schutzausführung, ein Isotopenabzug mit Abluft- Filteraufsatz sowie eine Sicherheits­werkbank. Alle Labore wurden nach Anforderungen der Sicherheitsstufe S1 bzw. nach der ZH 1/342 in L1 ausgeführt, Ausnahme bildet hierbei der Serviceraum in der Isotopenzone, der nach der Sicherheitsstufe S2 ausgestattet wurde.

 

 

Fotos: © Cresi / Daniel Sumesgutner

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