Auswärtiges Amt | Berlin

 

Seit dem Herbst 1999 befindet sich der Sitz des Auswärtigen Amtes wieder in Berlin. Das „Haus am Werderschen Mark“ kann auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück­blicken. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts gehörte es zur Reichsbank und nach dem Zweiten Weltkrieg beherbergte es das Zentralkomitee der SED. Beim Umbau des denkmalgeschützten Hauses für das Auswärtige Amt blieb das äußere Erscheinungsbild sowie die Aus- und Umbauten der vorherigen Mieter erhalten.

Das Gebäude beinhaltet repräsentative Versammlungs-, Konferenz- und Plenarsäle für bis zu 800 Personen, drei separate Großküchen (davon ein Restaurant mit umlaufender Dach­terrasse), eine Bibliothek mit Lesesaal, Poststelle sowie ein Archiv in den ehemaligen Tresor­bereichen des Untergeschosses. Das ebenfalls unter Denkmalschutz stehende Handwerker­haus der ehemaligen Reichsbank wurde als Bestandteil des Gesamtkomplexes für die Nutzung als Werkstätte des Auswärtigen Amtes hergerichtet. Zur Unterbringung der Kommuni­kationstechnikzentrale und der Poststelle wurde im Hof ein Neubau errichtet.

WINTER Ingenieure waren mit der Technischen Gesamtplanung beauftragt. Diese sah die Entwicklung  und Ausführung beispielsweise eines Kälte-Klima-Konzeptes vor. Für repräsentative Bereiche wie den Weltsaal, wurden sämt­liche technischen Anlagen in die bestehende, denkmalgeschützte Bausubstanz integriert.

Die historische, natürlich belichtete Glas-Lichtdecke wurde freigelegt und oberseitig mit zu­sätz­lichen Leuchtmitteln unterstützt, damit sich Tages- und Kunstlicht permanent addieren können.

Für das Auswärtige Amt wurden drei separate Großküchen eingebaut. Das Casino, in dem  Mittagessen für 1.500 Personen zubereitet werden, befindet sich im sechsten Obergeschoss. Bei der zweiten Großküche handelt es sich um die Konferenzküche direkt hinter dem Welt­saal. Das Restaurant im obersten Geschoss ist mit einer modernen Vollküche ausge­stattet und steht auch den Besuchern offen. Pro Stunde können hier 700 Essen ausgegeben werden, die dann im anspruchsvoll gestalteten Aufenthaltsraum mit Ausblick über

 

 

Foto: © Doris Antony / BAL

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